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Fahrzeuge & Flotten Redaktion gps-tracker-ratgeber.de · Stand

GPS-Tracker mit Relais fürs Fahrzeug: Funktion, Einbau, Grenzen

Inhalt 7 Abschnitte

Ein GPS-Tracker mit Relais ist ein Fahrzeug-Tracker, der zusätzlich einen Stromkreis schalten kann, zum Beispiel den der Kraftstoffpumpe oder der Zündung. Dadurch lässt sich ein stehendes Fahrzeug per App am Starten hindern. Der Begriff wird nicht einheitlich verwendet; manche Händler meinen damit nur das Kabelset zum Einbau. Dieser Ratgeber erklärt, was das Relais tut, welche Risiken der Einbau birgt und worauf Sie bei eigenen Fahrzeugen und bei Firmenwagen achten sollten.

Was das Relais im Tracker macht

Ein Relais ist ein elektrischer Schalter. Der Tracker steuert ihn per Befehl aus der App oder per SMS. In Fahrzeugen wird er meist in eine Leitung eingeschleift, die für den Start nötig ist. Wird der Stromkreis unterbrochen, springt der Motor nicht an. Dieses Prinzip heißt auch Motorsperre oder Wegfahrsperre per Tracker. Es ersetzt nicht die Wegfahrsperre ab Werk.

Ohne Relais meldet ein Tracker nur den Standort, bei Bewegung oder beim Verlassen eines Bereichs. Wie die Ortung grundsätzlich funktioniert, erklärt der Beitrag Wie funktioniert ein GPS-Tracker fürs Auto.

Anwendungen: Wann ein Relais sinnvoll sein kann

  • Eigenes Fahrzeug, das länger steht: Zweitwagen, Oldtimer, Wohnmobil im Winterlager.
  • Betrieblich genutzte Fahrzeuge und Maschinen: Der Betreiber sperrt das Fahrzeug außerhalb der Arbeitszeit, mit Wissen der Beschäftigten.

Für gewöhnliche Pkw reicht oft ein Tracker ohne Relais, der Bewegung meldet. Die Auswahl ist Teil der Seite GPS-Tracker für Autos mit Diebstahlschutz.

Sicherheit beim Einbau und im Betrieb

Eine fernausgelöste Motorsperre ist kein harmloses Zubehör. Beachten Sie:

  • Nie während der Fahrt: Wird die Zündung oder Kraftstoffversorgung bei laufendem Motor unterbrochen, verlieren Lenkung und Bremskraftverstärker an Unterstützung. Viele Geräte sperren daher nur unter einer bestimmten Geschwindigkeit. Prüfen Sie diese Einstellung vor dem Einbau.
  • Fachgerechter Einbau: Fehlerhaft verlegte Leitungen können zu Kurzschlüssen, Bordnetzstörungen oder Fehlermeldungen führen. Lassen Sie den Einbau von einer Werkstatt vornehmen, wenn Sie nicht sicher sind.
  • Garantie und Versicherung: Eingriffe in die Elektronik können sich auf Garantie, Zulassung und Versicherung auswirken. Fragen Sie vorab bei Hersteller und Versicherer nach.
  • Eigene Stromversorgung: Das Gerät belastet im Stand die Fahrzeugbatterie. Bei langer Standzeit kann sie sich entladen.

Funktionen neben dem Relais

Viele Fahrzeug-Tracker bieten zusätzlich:

  • Geofencing, also eine Meldung beim Verlassen eines Bereichs
  • Bewegungsalarm im Stand
  • Fahrtenaufzeichnung mit Start, Ziel und Geschwindigkeit
  • Meldung bei getrennter Batterie

Der Funktionsumfang hängt vom Gerät und vom Tarif der Plattform ab. Ein Überblick über die Fahrzeugortung steht auf der Seite GPS-Tracker zur Fahrzeugortung. Zu Flotten und Firmenfahrzeugen gibt der Leitfaden Fahrzeuge und Flotten einen Einstieg.

Firmenwagen und Fahrer: rechtlicher Rahmen

Wenn Fahrer erkennbar sind, zeigt die Ortung ihr Verhalten und ihre Wege. Das sind personenbezogene Daten (Art. 4 Nr. 1 DSGVO). Die Verarbeitung braucht eine Rechtsgrundlage (Art. 6 Abs. 1 DSGVO). Gibt es im Betrieb einen Betriebsrat, bestimmt er bei technischen Einrichtungen mit, die dazu bestimmt sind, Verhalten oder Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Bei einer Einwilligung von Beschäftigten ist deren Abhängigkeit im Beschäftigungsverhältnis zu berücksichtigen (§ 26 Abs. 2 Satz 1 BDSG). Informieren Sie Beschäftigte deshalb vorher. Auswertungen des Fahrverhaltens sind besonders sensibel.

Ein Tracker darf nicht dazu dienen, eine andere Person ohne deren Wissen zu orten. Der BGH hat 2013 zu GPS-Empfängern an Fahrzeugen überwachter Personen entschieden, dass eine Befugnis zum Erstellen von Bewegungsprofilen nur in engen Ausnahmefällen besteht (Urteil vom 04.06.2013, 1 StR 32/13). Der Text ersetzt keine Rechtsberatung.

Auswahl und Kosten

Das Portal testet die Geräte nicht selbst. Achten Sie vor dem Kauf auf diese Punkte:

  • Ist wirklich ein Relaisausgang vorhanden, und wie belastbar ist er laut Datenblatt?
  • Wird die Sperre erst unterhalb einer einstellbaren Geschwindigkeit ausgelöst?
  • Welcher Mobilfunkstandard wird genutzt, und fallen Kosten für SIM oder Plattform an?
  • Welche Spannung verträgt das Gerät (12 Volt, 24 Volt)?
  • Wer liefert Updates und Support für App und Plattform?

Geräte ohne Relais sind einfacher einzubauen und günstiger; der Kostenrahmen reicht von einfachen Geräten ab rund 20 Euro bis zu professionellen Lösungen, die deutlich mehr kosten.

Häufige Fragen zum GPS-Tracker mit Relais

Was bewirkt das Relais im Tracker?

Das Relais schaltet einen Stromkreis im Fahrzeug, meist den der Kraftstoffpumpe oder der Zündung. Auf Befehl aus der App oder per SMS lässt sich so ein stehendes Fahrzeug am Starten hindern.

Kann ich die Sperre auch während der Fahrt auslösen?

Das sollten Sie vermeiden. Fällt bei laufendem Motor die Zündung oder Kraftstoffzufuhr aus, verlieren Lenkung und Bremskraftverstärker an Unterstützung. Prüfen Sie, ob sich das Gerät so einstellen lässt, dass es nur im Stand oder unterhalb einer Geschwindigkeit sperrt.

Kann ich den Einbau selbst vornehmen?

Mit Kenntnissen im Fahrzeug-Bordnetz ist das möglich, bei Unsicherheit gehört der Einbau in eine Werkstatt. Fehler können Kurzschlüsse oder Fehlermeldungen auslösen und Folgen für Garantie und Versicherung haben.

Was gilt bei Firmenfahrzeugen mit Tracker?

Die Ortung von Fahrern verarbeitet personenbezogene Daten (Art. 4 Nr. 1, Art. 6 Abs. 1 DSGVO). Gibt es einen Betriebsrat, bestimmt er bei Einführung technischer Überwachungseinrichtungen mit (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Informieren Sie Beschäftigte vorher. Das ersetzt keine Rechtsberatung.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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