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GPS-Tracker-Daten auswerten: Kennzahlen, Export und Datenschutz
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Ein GPS-Tracker liefert Rohdaten: Zeitpunkte, Positionen, Geschwindigkeiten. Nützlich werden sie erst, wenn Sie daraus Fragen beantworten, etwa wo Fahrzeuge lange stehen, welche Strecken sich wiederholen oder wann eine Tour länger dauert als geplant. Diese Seite zeigt, welche Daten ein Tracker erfasst, wie sich daraus Kennzahlen für die Routenplanung ableiten lassen, welche Wege es gibt, die Daten weiterzuverwenden, und welche Regeln gelten, sobald sie sich Personen zuordnen lassen.
Welche Daten anfallen
Je nach Gerät und Tarif speichert die Plattform des Herstellers oder Anbieters:
- Position mit Zeitstempel, im Takt des eingestellten Ortungsintervalls,
- Geschwindigkeit und Fahrtrichtung, abgeleitet aus aufeinanderfolgenden Positionen,
- Zündungsstatus, Bewegungsalarme und Geofence-Ereignisse, wenn das Gerät sie meldet,
- bei fest verbauten Geräten teils Fahrzeugdaten wie Kilometerstand, die über eine Schnittstelle des Fahrzeugs gelesen werden.
Wie fein die Auswertung wird, hängt vom Intervall ab. Meldet ein Tracker nur alle paar Minuten, sind Routen grob und kurze Stopps fehlen. Ein kürzeres Intervall liefert mehr Details, belastet aber Akku und Datenvolumen.
Kennzahlen für die Routenplanung
Aus den Rohdaten lassen sich wenige, gut nutzbare Größen bilden. Beginnen Sie mit einigen davon, statt alles gleichzeitig zu messen.
| Kennzahl | Was sie zeigt | Wofür Sie sie nutzen |
|---|---|---|
| Gefahrene Strecke je Tour | Tatsächliche gegen geplante Kilometer | Abweichungen und Umwege erkennen |
| Standzeiten | Wie lange ein Fahrzeug an einem Ort steht | Wartezeiten bei Kunden oder am Lager sichtbar machen |
| Leerlauf bei laufendem Motor | Zündung an, Fahrzeug steht | Verbrauch und Wartezeiten senken |
| Tourdauer | Abfahrt bis Rückkehr | Zeitpuffer in der Planung anpassen |
| Häufige Stopps und Gebiete | Wo sich Fahrten bündeln | Touren neu zuschneiden |
Entscheidend ist der Vergleich: gleiche Tour an verschiedenen Tagen, Plan gegen Ist, Wochentage untereinander. Einzelne Werte sagen wenig, weil Verkehr, Wetter und Baustellen die Zahlen verschieben.
Von der Auswertung zur Planung
Die meisten Anbieter zeigen Routen und Berichte in einer Weboberfläche. Reicht das nicht, gibt es mehrere Wege:
- Export als Datei: Verbreitet sind CSV für Tabellenkalkulationen und GPX für Karten. Prüfen Sie im Tarif, ob der Export enthalten ist und wie weit er zurückreicht.
- Schnittstelle (API): Wer Daten automatisch in Disposition oder Tourenplanung übernehmen will, braucht eine Programmierschnittstelle. Nicht jeder Anbieter bietet sie an, oft nur in höheren Tarifen.
- Kartenprogramme: Auswertungen auf eigenen Karten sind möglich, etwa wie im Beitrag GPS Tracker in QGIS integrieren beschrieben.
Eine automatische Routenoptimierung braucht neben den Positionen weitere Angaben, etwa Zeitfenster der Kunden, Ladekapazität und Fahrzeugeigenschaften. Der Tracker liefert dafür die Ist-Daten, die Optimierung übernimmt eine Planungssoftware. Mehr zur Rolle der Ortung in der Logistik steht im Beitrag Effiziente Logistik mit GPS-Tracker für Lkw.
Datenschutz bei der Auswertung
Sobald Fahrten einer Person zugeordnet werden können, etwa weil ein Fahrzeug immer von derselben Fahrerin genutzt wird, sind Standortdaten personenbezogene Daten (Art. 4 Nr. 1 DSGVO). Ihre Verarbeitung braucht eine Rechtsgrundlage (Art. 6 Abs. 1 DSGVO). Im Betrieb ist die Einwilligung von Beschäftigten heikel, weil bei der Freiwilligkeit die Abhängigkeit im Beschäftigungsverhältnis zu berücksichtigen ist (§ 26 Abs. 2 Satz 1 BDSG). Wo es einen Betriebsrat gibt, bestimmt er bei technischen Einrichtungen mit, die Verhalten oder Leistung von Beschäftigten überwachen können (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG).
Praktisch heißt das: Informieren Sie die Fahrerinnen und Fahrer vorab, legen Sie fest, wofür Sie die Daten auswerten, und werten Sie nicht mehr aus als dafür nötig. Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung. Mehr zu den rechtlichen Grundlagen finden Sie im Beitrag GPS Tracker und Datenschutz.
Häufige Fragen zur Auswertung von Tracker-Daten
Welche Daten kann ich aus einem GPS-Tracker auswerten?
Typisch sind Positionen mit Zeitstempel, abgeleitete Geschwindigkeiten, Stopps und Standzeiten sowie je nach Gerät Zündungsstatus und Alarme. Wie detailliert das ist, hängt vom Ortungsintervall und vom Anbieter ab.
Kann ich die Daten in eigene Programme übernehmen?
Viele Plattformen bieten einen Export als CSV oder GPX, manche eine Programmierschnittstelle (API). Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Export und Schnittstelle im Tarif enthalten sind.
Optimiert der Tracker die Route selbst?
In der Regel nicht. Der Tracker liefert Ist-Daten. Eine Routenoptimierung braucht zusätzlich Aufträge, Zeitfenster und Fahrzeugangaben und läuft in einer Planungssoftware.
Darf ich Fahrten meiner Beschäftigten auswerten?
Standortdaten von Beschäftigten sind personenbezogene Daten, ihre Verarbeitung braucht eine Rechtsgrundlage (Art. 6 Abs. 1 DSGVO), und ein Betriebsrat bestimmt bei solchen Einrichtungen mit (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG). Informieren Sie die Beschäftigten vorab. Das ersetzt keine Rechtsberatung.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu