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Ortungstechniken Redaktion gps-tracker-ratgeber.de · Stand

GPS-Tracker ohne Bluetooth: Vorteile und Nachteile

Inhalt 7 Abschnitte

Ein GPS-Tracker ohne Bluetooth bestimmt seine Position per Satellit und sendet sie über das Mobilfunknetz. Er arbeitet damit unabhängig vom Smartphone in der Nähe und über beliebige Entfernungen, solange Netz vorhanden ist. Dafür kostet er laufend Geld, braucht mehr Strom und findet einen Gegenstand in der Wohnung schlechter als ein Bluetooth-Finder. Dieser Überblick stellt Stärken und Schwächen der Geräteklasse gegenüber.

Was mit „ohne Bluetooth“ gemeint ist

Gemeint sind Tracker, die für die Ortung kein Bluetooth brauchen: Ein GNSS-Empfänger ermittelt den Standort über Satellitensysteme wie GPS und Galileo. Ein Mobilfunkmodul mit SIM überträgt ihn an den Server des Herstellers, und die App zeigt ihn an. Beispiele für diese Klasse sind Tracker mit Mobilfunk-Abo, etwa von Tractive, Weenect, PAJ, Salind oder Invoxia.

Viele dieser Geräte haben trotzdem einen Bluetooth-Chip an Bord. Er dient der Einrichtung, der Suche auf kurze Distanz oder dem Stromsparen in der Nähe des Besitzers. Für die Ortung über Entfernung spielt er keine Rolle. Ob ein Tracker ganz ohne Bluetooth auskommt, steht im Datenblatt. Wie die Technik zusammenspielt, erklärt der Leitfaden zu Grundlagen und Technik.

Vorteile und Nachteile im Überblick

VorteileNachteile
Ortung über beliebige Entfernung, solange Mobilfunknetz bestehtLaufende Kosten für Tarif oder SIM
Unabhängig vom eigenen Smartphone und von fremden Geräten in der NäheHöherer Stromverbrauch, regelmäßiges Laden
Eigene Position per Satellit, regelmäßig aktualisiertGrößer und schwerer als ein Bluetooth-Finder
Funktionen wie Geofence, Bewegungsalarm, Streckenverlauf, zum Teil SOS-TasteKein Standort ohne Netz, eingeschränkter Empfang in Gebäuden
Bedienung über die App des Herstellers, meist für iPhone und AndroidSuche auf den letzten Metern ungenauer als mit Suchton und Nahbereichssuche

Die Vorteile im Einzelnen

Reichweite ohne Smartphone in der Nähe

Ein Bluetooth-Finder funkt nur über kurze Distanz. Über größere Entfernung ist er darauf angewiesen, dass ein fremdes Smartphone aus dem Suchnetz seines Herstellers vorbeikommt. Ein Mobilfunk-Tracker meldet sich selbst. Das zählt dort, wo wenige Menschen unterwegs sind: am Waldrand, auf dem Feldweg, auf einem abgelegenen Stellplatz.

Regelmäßige Position und Alarme

Der Tracker sendet in einem einstellbaren Intervall. Daraus entstehen ein Streckenverlauf und Alarme, etwa beim Verlassen einer festgelegten Zone oder bei Bewegung eines abgestellten Fahrzeugs. Ein Bluetooth-Finder liefert nur einzelne Sichtungen, wenn ein passendes Gerät in der Nähe war.

Unabhängig vom Betriebssystem

Die Suchnetze der Bluetooth-Finder sind an ein System gebunden. Ein Mobilfunk-Tracker wird über die App des Herstellers bedient, meist auf beiden Systemen und oft zusätzlich im Browser.

Die Nachteile im Einzelnen

Laufende Kosten

Die Datenübertragung kostet. Üblich sind Monats-, Jahres- oder Mehrjahrestarife des Herstellers oder eine eigene SIM mit Prepaid-Guthaben. „Ohne Abo“ bedeutet in dieser Klasse, dass die Datenkosten für eine bestimmte Zeit im Kaufpreis stecken oder dass Sie selbst eine SIM stellen. Rechnen Sie Kaufpreis und Tarif über die geplante Nutzungsdauer zusammen. Mehr dazu in der Rubrik Tarife und Kosten.

Akku und Größe

Satellitenempfang und Mobilfunk brauchen deutlich mehr Energie als Bluetooth. Je kürzer das Sendeintervall, desto häufiger müssen Sie laden. Der größere Akku macht das Gerät dicker und schwerer. Für Schlüsselbund oder Geldbörse ist diese Klasse deshalb selten die passende Wahl. Wie Sie die Laufzeit strecken, zeigt der Beitrag zur Laufzeit von GPS-Trackern.

Abhängigkeit vom Netz

Ohne Mobilfunknetz kommt keine Position an. Im Funkloch, in Tiefgaragen oder in Metallcontainern bleibt die Karte beim letzten Stand. In Gebäuden fehlt oft zusätzlich der Satellitenempfang. Im Ausland hängt die Funktion davon ab, ob der Tarif dort gilt. Für Touren ganz ohne Mobilfunkabdeckung gibt es eine eigene Klasse: Satelliten-Messenger wie Garmin inReach oder Spot, die über Kommunikationssatelliten senden und einen eigenen Tarif brauchen.

Suche im Nahbereich

Die Satellitenortung zeigt einen ungefähren Punkt auf der Karte. Um einen Gegenstand im Zimmer oder im Gebüsch zu finden, hilft ein Suchton oder die Nahbereichssuche eines Bluetooth-Finders mehr. Manche Mobilfunk-Tracker haben dafür einen Lautsprecher oder eine Leuchte.

Wann welche Klasse passt

  • Mobilfunk-Tracker: Fahrzeuge, Fahrräder, Anhänger, freilaufende Tiere und alles, was sich weit und ohne Menschen in der Nähe entfernen kann.
  • Bluetooth-Finder: Schlüssel, Geldbörse, Tasche, Koffer und alles, was Sie meist in Wohnung, Büro oder belebter Umgebung suchen.
  • Beides: Bei wertvollen Gegenständen kann ein Finder für die Suche aus der Nähe einen Mobilfunk-Tracker ergänzen.

Den direkten Vergleich der beiden Klassen finden Sie im Beitrag GPS-Tracker und Bluetooth-Finder im Vergleich.

Standortdaten und Einwilligung

Ein Mobilfunk-Tracker speichert Positionen auf den Servern des Anbieters. Standortdaten sind personenbezogene Daten, wenn sie einer Person zugeordnet werden können (Art. 4 Nr. 1 DSGVO). Orten Sie andere Personen nur mit deren Einwilligung und lesen Sie, wie lange der Anbieter den Verlauf speichert. Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung. Die Hintergründe stehen in der Rubrik Datenschutz und Recht.

Häufige Fragen zu GPS-Trackern ohne Bluetooth

Funktioniert ein GPS-Tracker ohne Bluetooth?

Ja. Die Position kommt vom Satellitenempfänger, die Übertragung läuft über das Mobilfunknetz. Bluetooth dient bei vielen Geräten nur der Einrichtung oder der Suche aus der Nähe.

Was ist der größte Vorteil gegenüber einem Bluetooth-Finder?

Der Tracker meldet seine Position selbst, über beliebige Entfernung und ohne fremde Smartphones in der Nähe. Voraussetzung ist ein Mobilfunknetz am Standort.

Welche Nachteile hat ein GPS-Tracker ohne Bluetooth?

Er verursacht laufende Kosten für die Datenübertragung, braucht mehr Strom und ist größer als ein Bluetooth-Finder. Ohne Mobilfunknetz kommt keine Position an.

Braucht ein GPS-Tracker ohne Bluetooth immer ein Abo?

Die Datenübertragung muss bezahlt werden, entweder über einen Tarif des Herstellers, über eine eigene SIM oder über einen Kaufpreis, der die Datenkosten für eine bestimmte Zeit enthält.

Was funktioniert in Gegenden ohne Mobilfunknetz?

Ein Mobilfunk-Tracker kann dort keine Position senden. Für solche Gebiete gibt es Satelliten-Messenger, die über Kommunikationssatelliten übertragen und einen eigenen Tarif brauchen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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