Datenschutz & Recht Redaktion gps-tracker-ratgeber.de · Stand
GPS-Tracker-Nummer: IMEI, Seriennummer und SIM erklärt
KI-generiertes Bild. Es zeigt keine reale Aufnahme und kein bestimmtes Gerät. Mehr zu unseren Bildern
Inhalt 7 Abschnitte
Mit der „GPS-Tracker-Nummer“ sind meist drei verschiedene Nummern gemeint: die IMEI des Mobilfunkmoduls, die Seriennummer des Geräts und die Rufnummer oder Kartennummer der SIM. Keine davon ortet das Gerät, und keine schützt Ihre Standortdaten. Dieser Ratgeber erklärt, was die Nummern bedeuten, wo Sie sie finden und wofür Sie sie wirklich brauchen.
Welche Nummern ein Tracker hat
Welche Kennungen ein Gerät trägt, hängt von der Bauart ab. Ein Bluetooth-Finder wie ein Apple AirTag, ein Samsung Galaxy SmartTag2 oder ein Tile hat keine SIM und damit keine IMEI. Ein Tracker mit Mobilfunk-Abo hat dagegen mehrere Nummern.
| Nummer | Was sie bezeichnet | Wo Sie sie finden |
|---|---|---|
| IMEI | Kennung des Mobilfunkmoduls, in der Regel 15 Ziffern; nur bei Geräten mit SIM oder eSIM | Aufkleber am Gerät, Verpackung, Geräteliste in der App |
| Seriennummer | Kennung des einzelnen Geräts durch den Hersteller, auch bei Bluetooth-Findern | Gerät, Verpackung, Geräteeinstellungen in der App |
| Kartennummer oder Rufnummer der SIM | Kennung der SIM-Karte beim Mobilfunkanbieter; nicht jeder Tracker hat eine nutzbare Rufnummer | SIM-Träger, Unterlagen des Anbieters, Kundenkonto |
| Geräte-ID oder Aktivierungscode | Kennung, mit der das Gerät in der App Ihrem Konto zugeordnet wird | Kurzanleitung, Verpackung, QR-Code |
Wofür Sie die Nummer brauchen
- Einrichtung: Die Geräte-ID oder der Aktivierungscode verbindet den Tracker mit Ihrem Konto in der App.
- Support und Garantie: Der Hersteller fragt bei Rückfragen meist nach Seriennummer oder IMEI, um das Gerät eindeutig zuzuordnen.
- SIM-Aktivierung: Bei manchen Tarifen müssen Sie IMEI und Kartennummer angeben, damit der Anbieter die SIM für das Gerät freischaltet.
- Dokumentation: Wird ein Gerät gestohlen, hilft es bei der Anzeige, wenn Sie Hersteller, Modell und Seriennummer nennen können. Das erleichtert die Zuordnung, ersetzt aber keine Ortung.
Was die Nummer nicht leistet
Die Nummer allein ortet nichts. Ein Tracker wird über sein Konto beim Anbieter oder über das Suchnetz des Herstellers gefunden. Dafür braucht das Gerät Strom, Empfang und eine aktive Verbindung. Ist der Akku leer oder der Tarif abgelaufen, hilft auch die bekannte Nummer nicht weiter.
Ebenso wenig regelt die Nummer, wer Ihre Standortdaten sieht. Das bestimmen Konto, Passwort und die Freigaben in der App. Tragen Sie deshalb ein eigenes, starkes Passwort ein, ändern Sie ein vom Hersteller vorgegebenes Startpasswort und geben Sie Standortfreigaben nur gezielt weiter.
Nummern vor dem Ernstfall sichern
Notieren Sie sich beim Einrichten Hersteller, Modell, Seriennummer und gegebenenfalls IMEI. Ein Foto vom Aufkleber und von der Rechnung genügt. Legen Sie beides getrennt vom Gerät ab, zum Beispiel in Ihrem Passwortmanager. Posten Sie die Nummern nicht öffentlich, sondern geben Sie sie nur an Support, Anbieter oder Polizei weiter.
Geräte-IDs in Fahrzeugflotten
Unternehmen ordnen Trackern Nummern zu, um sie Fahrzeugen in der Verwaltung zuzuweisen. Das ist reine Buchführung. Sobald die Ortung Beschäftigten zugeordnet werden kann, kommen weitere Pflichten hinzu: Der Betriebsrat bestimmt nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mit, wenn technische Einrichtungen dazu bestimmt sind, Verhalten oder Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen. Einwilligungen von Beschäftigten sind nur eingeschränkt tragfähig, weil nach § 26 Abs. 2 Satz 1 BDSG die Abhängigkeit im Beschäftigungsverhältnis zu berücksichtigen ist. Mehr zu Fahrzeugen im Ratgeber zu Fahrzeugen und Flotten.
Standortdaten und Datenschutz
Standortdaten sind nach Art. 4 Nr. 1 DSGVO personenbezogene Daten, wenn sie einer Person zugeordnet werden können. Für ihre Verarbeitung braucht es nach Art. 6 Abs. 1 DSGVO eine Rechtsgrundlage, etwa eine Einwilligung. Orten Sie eine andere Person, muss diese informiert sein und zustimmen; die Einwilligung muss freiwillig, informiert und widerrufbar sein (Art. 4 Nr. 11, Art. 7 DSGVO). Die Hintergründe finden Sie im Ratgeber Datenschutz und Recht und im Beitrag GPS-Tracker und Datenschutz. Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung; im Einzelfall holen Sie fachkundigen Rat ein.
Wie Sie ein neues Gerät mit der App verbinden, steht im Ratgeber zu Einrichtung und Betrieb.
Häufige Fragen zur GPS-Tracker-Nummer
Was ist die GPS-Tracker-Nummer?
Einen einheitlichen Begriff gibt es nicht. Gemeint sind je nach Gerät die IMEI des Mobilfunkmoduls, die Seriennummer des Herstellers, die Kartennummer der SIM oder eine Geräte-ID für die App.
Kann ich einen Tracker anhand seiner Nummer orten?
Nein, nicht allein mit der Nummer. Die Ortung läuft über das Konto beim Anbieter oder über das Suchnetz des Herstellers und setzt ein eingeschaltetes Gerät mit Verbindung voraus.
Wo finde ich die IMEI meines Trackers?
Bei Geräten mit SIM steht sie meist auf einem Aufkleber am Gerät oder auf der Verpackung, oft auch in den Geräteangaben der App. Bluetooth-Finder ohne SIM haben keine IMEI, sondern eine Seriennummer.
Schützt die Nummer meine Privatsphäre?
Nein. Wer Ihre Standortdaten sehen kann, regeln Konto, Passwort und Freigaben in der App. Standortdaten sind personenbezogene Daten, wenn sie einer Person zugeordnet werden können (Art. 4 Nr. 1 DSGVO).
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu