Zum Inhalt springen
gps-tracker-ratgeber.de

Einsatzfelder & Zielgruppen Redaktion gps-tracker-ratgeber.de · Stand

GPS-Tracker für Outdoor-Touren: Geräteklassen und Auswahl

Inhalt 7 Abschnitte

Wer wandert, klettert, Rad fährt oder paddelt, ist oft dort unterwegs, wo das Mobilfunknetz dünn wird. Ein Tracker für Outdoor-Touren soll die eigene Position festhalten, sie an Angehörige weitergeben und im Notfall einen Hilferuf absetzen. Welche Geräteklasse das leistet, hängt vor allem vom Funkweg ab. Dieser Beitrag ordnet die Klassen ein und nennt die Kriterien für die Auswahl. Das Portal prüft keine Geräte selbst.

Ortung und Übertragung sind zwei Dinge

Jeder Outdoor-Tracker bestimmt seine Position über Satellitenortung (GNSS: GPS, Galileo, GLONASS, BeiDou). Das funktioniert weltweit und kostet nichts, solange das Gerät freie Sicht zum Himmel hat. In engen Schluchten, unter dichtem Blätterdach oder in Höhlen wird die Position ungenauer oder fällt aus.

Damit jemand anderes die Position sieht, muss das Gerät sie übertragen. Dafür gibt es zwei Wege: das Mobilfunknetz oder eine Satellitenverbindung. Der Mobilfunkweg ist günstig, endet aber im Funkloch. Der Satellitenweg funktioniert auch fernab von Sendemasten, braucht aber ein dafür gebautes Gerät und in der Regel einen eigenen Tarif.

Geräteklassen für Touren im Überblick

KlasseÜbertragungGeeignet fürGrenze
Satelliten-Messenger, etwa Garmin inReach oder SpotSatellitTouren ohne Mobilfunknetz, Notruf, kurze NachrichtenSatellitentarif nötig, freie Sicht zum Himmel
Mobilfunk-Tracker mit SIMMobilfunkTouren in erschlossenen Gebieten, Ortung von Ausrüstung oder Hundkeine Meldung im Funkloch
GPS-Handgerät oder Sportuhrmeist keine oder über das gekoppelte SmartphoneNavigation und Aufzeichnung der Streckeandere sehen die Position nicht ohne Netz
Bluetooth-FinderSuchnetz fremder SmartphonesWiederfinden von Ausrüstung in belebter Umgebungin der Natur kaum Smartphones in der Nähe

Einige neuere Smartphones können ebenfalls einen Notruf über Satellit absetzen. Ob und in welchen Ländern das funktioniert, steht in den Angaben des Smartphone-Herstellers.

So funktioniert die Notruf-Funktion

Bei einem Mobilfunk-Tracker schickt die SOS-Taste die Position an hinterlegte Kontakte, meist als Meldung in der App oder als SMS. Ohne Netz kommt nichts an. Bei einem Satelliten-Messenger geht der Notruf über Satellit an eine Notrufzentrale, die die zuständige Rettung verständigt. Voraussetzung ist ein aktiver Tarif.

Ein Notrufgerät kann helfen, schneller gefunden zu werden. Es ersetzt weder Tourenplanung noch Ausrüstung und Erfahrung. Akku, Empfang und Wetter setzen Grenzen, und bis Hilfe eintrifft, kann es je nach Ort lange dauern. Machen Sie sich vor der Tour mit der Bedienung vertraut und prüfen Sie, ob der Tarif aktiv ist. Geräte mit Notruftaste zeigt das Portal in der Übersicht GPS-Tracker mit SOS-Funktion.

Worauf Sie bei der Auswahl achten

  • Netzabdeckung im Tourengebiet: Gibt es dort Mobilfunk? Wenn nicht, kommt nur ein Gerät mit Satellitenverbindung in Frage.
  • Akkulaufzeit und Sendeintervall: Je häufiger das Gerät sendet, desto schneller ist der Akku leer. Für Mehrtagestouren sind ein langes Intervall, ein Sparmodus und eine Lademöglichkeit über eine Powerbank hilfreich. Kälte verkürzt die Laufzeit. Mehr dazu in der Übersicht GPS-Tracker mit langer Akkulaufzeit.
  • Schutz gegen Wasser und Staub: Die Schutzart steht als IP-Code im Datenblatt. Für Wassersport reicht Spritzwasserschutz nicht aus. Siehe auch die Übersicht wasserdichte GPS-Tracker.
  • Bedienung: Tasten sollten sich mit Handschuhen und nassen Fingern drücken lassen. Eine Notruftaste braucht einen Schutz gegen versehentliches Auslösen.
  • Gewicht und Befestigung: Das Gerät gehört an den Körper oder oben an den Rucksack, nicht tief ins Gepäck. Dort ist der Empfang besser, und Sie erreichen es im Ernstfall.
  • Folgekosten: Mobilfunk- und Satellitentarife gibt es als Monats- oder Jahrestarif, bei manchen Anbietern auch pausierbar. Rechnen Sie Gerät und Tarif über die geplante Nutzungsdauer zusammen.

Welche Klasse zu welcher Aktivität passt

  • Wandern und Trekking: In erschlossenen Mittelgebirgen genügt oft ein Mobilfunk-Tracker oder das Smartphone. Für mehrtägige Touren in abgelegenen Gebieten ist ein Satelliten-Messenger die passende Klasse.
  • Klettern und Hochtouren: Geringes Gewicht, sichere Befestigung und Bedienung mit Handschuhen zählen. In Wänden und Schluchten ist die Sicht zum Himmel eingeschränkt.
  • Radfahren und Mountainbiken: Ein Tracker am Rad dient meist dem Diebstahlschutz, ein Gerät am Körper der eigenen Sicherheit. Beides sind verschiedene Aufgaben.
  • Wassersport: Das Gerät muss dauerhaft wasserdicht sein und am Körper getragen werden. Funkwellen dringen kaum durch Wasser. Ein untergetauchtes Gerät sendet nicht.
  • Camping: Für Ausrüstung am Platz reicht je nach Umgebung ein Mobilfunk-Tracker. Weitere Einsatzfelder finden Sie in der Rubrik Tiere, Dinge und Outdoor.

Standort mit anderen teilen

Viele Geräte zeigen die Route live auf einer Karte, die Sie mit Angehörigen teilen können. Legen Sie fest, wer die Seite sehen darf und wie lange. Standortdaten sind personenbezogene Daten, wenn sie einer Person zugeordnet werden können (Art. 4 Nr. 1 DSGVO). Wer in einer Gruppe unterwegs ist, bespricht vorher mit allen, ob und mit wem die Route geteilt wird. Dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung.

Häufige Fragen zu GPS-Trackern für Outdoor-Touren

Funktioniert ein GPS-Tracker auch ohne Mobilfunknetz?

Die Positionsbestimmung über Satelliten funktioniert ohne Mobilfunk. Die Übertragung der Position an andere braucht aber einen Funkweg. Ein Mobilfunk-Tracker meldet im Funkloch nichts. Dafür sind Satelliten-Messenger gebaut, die über Satellit senden.

Was passiert, wenn ich die SOS-Taste drücke?

Ein Mobilfunk-Tracker schickt die Position an die hinterlegten Kontakte. Ein Satelliten-Messenger leitet den Notruf an eine Notrufzentrale weiter, die die Rettung verständigt. In beiden Fällen braucht das Gerät Empfang, Akku und einen aktiven Tarif.

Brauche ich für einen Outdoor-Tracker ein Abo?

Für die Übertragung per Mobilfunk oder Satellit fallen in der Regel Tarifkosten an, je nach Anbieter monatlich oder jährlich. Geräte, die nur die Strecke aufzeichnen, kommen ohne Tarif aus, zeigen die Position aber niemand anderem.

Wie wichtig ist die Akkulaufzeit?

Auf Mehrtagestouren ist sie eines der wichtigsten Kriterien. Die Laufzeit hängt vom Sendeintervall ab: Wer seltener sendet, kommt länger aus. Kälte verkürzt die Laufzeit. Planen Sie eine Lademöglichkeit ein.

Sind Outdoor-Tracker wasserdicht?

Das ist je nach Gerät verschieden. Die Schutzart steht als IP-Code im Datenblatt des Herstellers. Für Wassersport sollte das Gerät für dauerhaftes Untertauchen ausgelegt sein, Spritzwasserschutz genügt dafür nicht.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

Mehr aus Einsatzfelder & Zielgruppen